Undawn – Ein Deathmetal Nebenprojekt von den mound Jungs?

Kurz etwas vorweg: Falls jemand noch ein Hobby sucht, dass so wirklich Spaß macht, dann empfehle ich die Gründung einer Deathmetal Band. Nichts kann einem den Tag schöner versüßen, wie das exzessive Einprügeln auf Instrument und Stimmbänder, wenn man musikalisch und textlich Satan anbetet.

Wenn Frank und ich im Proberaum sind und ein Song für mound nicht so klappt, wie geplant, oder wenn wir einfach mal so rumjammen, driften wir schnell mal in metallische Gefilde ab. Letztes Jahr haben wir angefangen diese Jamsessions zu formen und seitdem entstehen regelmäßig Aufnahmen, die musikalisch von Slayer, EyeHateGod oder anderen Grindcore Helden beeinflusst sind.

Anfang diesen Jahres haben wir unser kleines Projekt Undawn getauft und Frank hat im Sommer angefangen die Vocals zu übernehmen. Seitdem recorden wir regelmäßig Perlen des Todesrocks in der Gartenlaube und veröffentlichen diese in naher Zukunft.

Wie eingangs erwähnt, kann ich das Fröhnen dieser musikalischen Fitness-Übung jedem nur ans Herz legen. Nichts kann leichter ein Lächeln in mein Gesicht zaubern, als das Spielen schwerster Deathmetal Riffs… iss‘ echt so.

Undawn im Netz (Facebookseite)

Wir recorden nur noch digital: Das sind unsere Lieblingstools…

Heutzutage recorded eigentlich fast jeder nur noch digital, ist ja auch viel einfacher. Wir sind allerdings wahrliche Software-Fans und unser wichtigstes Werkzeug ist der Laptop. Dieser wird mit verschiedensten Tools gefüttert, die ich in diesem Blogpost einfach mal aufzählen will – falls jemand Interesse hat….

Letztens habe ich auf Twitter einen Kommentar gelesen, der die Meinung vieler auf den Punkt bringt: „Der Architekt hat seine CAD-Software, der Fotograf sein Photoshop, aber der Musiker soll kein echter Musiker sein, wenn er einen Computer benutzt und keine 100 Jahre alten Instrumente?“ …

Mit solch einer Ansicht, wäre die elektrische Gitarre mit Effektboard schon Hexenwerk und der Gitarrist kein echter Musiker. Der Computer schreibt aber keine Songs. Der Computer spielt auch keine Instrumente selbständig (… noch nicht). Natürlich könnte man komplette Songs mit Samples erstellen, aber selbst das verlangt ein gewisses Maß an musikalischem Verständnis.

Falls mir jemand sagt, dass digitale Tools nichts mit echter Musik zu tun haben, dem schiebe ich meinen Laptop rüber und gebe ihm ein paar Stunden einen Song zu bauen … Ok, da wir das nun geklärt haben, kommen hier unsere Lieblings-Tools, –Instrumente und –Effekte:

Bitwig Studio

Bitwig Studio ist unsere DAW, unser Mehrspurrekorder, unsere Recording-Zentrale. Seit zwei Jahren sind wir hier zuhause. Wir haben zwischenzeitlich Cakewalk, Cubase, Studio One, Ableton und Logic Pro ausprobiert, sind dann aber hier gelandet und hängen geblieben. Im Grunde ist es tatsächlich egal, welche DAW man zum Aufnehmen benutzt. Bitwig hat aber einige kreative Features, die einfach Spaß machen…

Bitwig Studio 3.1
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Hey Jungs, was nutzt ihr eigentlich für High-End-Equipment zum Aufnehmen eurer Hammersongs?

Ah … gut, dass Ihr fragt. Also in den Neunzigern habe ich noch auf Tape aufgenommen. Entweder hab‘ ich mir einen 4-Spur-Recorder geliehen (danke, Ronnie!) oder mir etwas selbst gebaut, aus alten Tapedecks.

Seit 2001 nutzen wir allerdings modernste Digital-Technik und ausgeklügelte Software zum Festhalten unserer Ergüsse. Aktuell nehmen wir die Grundgerüste unserer Songs in der berühmten Recording-Gartenlaube auf. Ein Raum, der unglaubliche Ausmaße besitzt, den wir aber nur eingeschränkt nutzen …

Wir haben das ultramoderne Midi-Drumset von Frank dort aufgebaut und auch ansonsten keine Kosten und Mühen gescheut, mithilfe abgefahrener Technologie unsere Hirngespinste in akustische Formen zu pressen.

Das Recording Equipment beschränkt sich auf’s Nötigste. Seit ungefähr sieben Jahren besitzt Frank ein Midi-Schlagzeug der unteren Preisklasse, dass man gerade so Drumset nennen kann, auch wenn die eine oder andere Trommel schon ausgewechselt wurde. Midi-Drums sind nämlich etwas anders als akustische Trommeln (und sehen kacke aus).

Der Ton wird elektronisch erzeugt, weil es sich um einen Midi-Controller handelt. Man muss natürlich schon ganz normal spielen, aber man triggert mit den Schlägen Samples aus dem Rechner. Der Vorteil? Billiger, weil man sich einen guten gedämmten Raum spart und einen Haufen teurer Mikrofone.

Meine Gitarre im Proberaum ist eine Epiphone Dot, eine ES-335 Kopie aus dem unteren Preissegment – trotzdem tolle Gitarre! Diese ist direkt in das Presonus USB-Audio-Interface angeschlossen und das trockene Signal wird im Laptop mithilfe von digitaler Effektsoftware in einen Sound umgewandelt, der zumindest so klingt, als käme er aus einem Verstärker.

Glücklicherweise hat sich in den letzten 5 Jahren einiges auf diesem Gebiet getan und die Software emuliert einen Verstärker mittlerweile recht ordentlich. Auch hier ist der Vorteil, dass man keine Mikrofone aufbauen muss und der Lärm ausbleibt.

Also sitzen wir uns ungefähr einmal pro Woche mit Kopfhörern über den Ohren gegenüber, schmeissen den Laptop an und arbeiten an Songs. 

Bis vor kurzem war der Laptop noch ein Macbook aus dem Jahre 2013. Mittlerweile wurde es durch ein Windows-System von HP ersetzt – nicht weil Windows so geil ist, sondern weil Apple viel zu viel Geld für seine Rechner will. Die Software unserer Wahl ist seit einigen Jahren Bitwig Studio, auch wenn wir einige Ausflüge zu anderen DAWs hinter uns haben.

Zuhause habe ich noch eine Fender Jazzmaster Marke Eigenbau herumstehen, die ich vor zwei Jahren von einem Arbeitskollegen gekauft habe. Sie besitzt einen Jazzmaster Korpus mit zwei Single Coils und einen Humbucker am Steg, sowie einen Stratocaster Hals mit Kopfplatte. Ich mag die Gitarre und ihren Sound.

Ansonsten gibt es hier noch ein Midi-Keyboard für diverse Instrumente, die wir im Nachhinein overdubben (das ist der internationale Profiausdruck für das nachträgliche Einspielen zusätzlicher Instrumente).

man beachte die schlauen Bücher im Hintergrund…

Da wir allerdings Romantiker sind und etwas stümperhaft, spielen wir unser Material im Proberaum nicht mithilfe eines Klicks ein, was eigentlich heutzutage gängige Praxis ist. Ansonsten hätten wir es wesentlich einfacher unser Zeugs digital in der DAW zu bearbeiten. Nein, wir spielen unseren Song IMMER komplett durch, sodass das Fundament einer Aufnahme immer mit all seinen Temposchwankungen in der DAW vorliegt.

Wie gesagt, das hat auch etwas damit zu tun, dass wir es schlichtweg nicht hinbekommen anhand einens Klicks unsere Sachen aufzunehmen. Die Ausrede, es sei romantischer oder oldschool klingt halt cooler. Yeah, we are hipsters!

Meiner Meinung nach sollte man auch ruhig mal zu seinen Fehlern stehen, damit alles nicht zu steril und gleich klingt. Trotzdem hilft die Digitalisierung definitiv, dass die Aufnahmen ohne viel Aufwand so klingen, wie man sich das vorher vorgestellt hat. Wenn man allerdings nicht weiß, wie man die ganzen Apps und Plugins benutzt, kommt man auch nicht weit.